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Viele wissen nicht, dass wir mehrere Holzarten mit verschiedenen Brennwerten anbieten. Somit ist für jeden Ofen oder Kamin das "richtige Hulz" dabei.

 

Bei acht von zehn Anfragen nach Brennholz, kommt als erstes die Frage: "Wos kostn is Hulz". Diese Frage ist für mich im ersten Moment gar nicht so einfach zu beantworten. Wenn ich dann nachfrage: "Welches Hulz", kommt oft die Antwort: "A normals Hulz, halt". Aber: "Wos is a normals Hulz". Einer bezeichnet ein borkenkäferbefallenes Fichtenbrennholz, der nächste ein bereits fünf Jahre überlagertes Pappelbrennholz und der übernächste ein paar "Bricherle" als "normals Hulz". 

Wir verkaufen kein "normals Hulz". Auch die Bezeichnungen Hartholz und Weichholz werden von uns nur sehr ungern verwendet. Diese Begriffe sind uns zu ungenau. Denn unter dem Begriff "Weichholz" kann man sich sowohl ein Fichtenbrennholz mit einem Heizwert von 1500 KWh pro Raummeter/Ster, oder auch ein Kiefernbrennholz mit einem Heizwert von 1700 KWh pro Raummeter/Ster vorstellen. Es besteht jedoch bezüglich des Heizwertes ein enormer Unterschied. 

Transparenz ist für uns sehr wichtig. Deshalb sind bei uns grundsätzlich alle enthaltenen Holzarten und der Brennwert angegeben. Unser für den Verkauf bestimmtes Brennholz, wird nur aus bester Stammware gemacht. Der angegebene Brennwert wird mit Sicherheit erreicht. Das andere beim Brennholz machen anfallende Holz, wie krummes oder dünnes Astholz wird von uns selbst verheizt. Auch wenn meine Frau immer schimpft, das sie nur das "Glumb" zum verbrennen bekommt und das "gscheite Hulz" verkauft wird.  Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Brennholzwahl sollte nicht nur der Preis, sondern auch der Ofen und der "Brennwert pro Ster/Raummeter" sein. 

 

Grundsätzlich gibt es zwei Holzgrundarten: Laubholz und Nadelholz.

 

Laubholz hat in der Regel einen höheren Brennwert als Nadelholz, darum wird es im allgemeinen Sprachgebrauch auch gerne als Hartholz bezeichnet.  Nadelholz wird im allgemeinen als Weichholz bezeichnet.

 

Zu den sogenannten Laub-/ Harthölzern gehören alle langsam wachsenden Holzarten wie Buche, Eiche oder Esche mit einer hohen Dichte des Holzes. Dies ist auch deutlich am Gewicht zu spüren. Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte oder Tanne gehören zu den Weichhölzern. Diese wachsen schneller, und sind deshalb im Vergleich zu Harthölzern leichter. Dies liegt an der geringeren Dichte des Holzes.

Laub-/ Hartholz brennt wegen seiner höheren Dichte gleichmäßiger, und vor allem wegen seines geringen Harzanteiles viel ruhiger ab. Dies führt zu einem emissionsarmen Verbrennungsprozess, weil somit das Verhältnis zwischen Brennstoff und Luft optimal gegeben ist.

Nadelholz besitzt einen hohen Anteil von Harzen und Fetten im Holz. Sie erkennen dies an der stärkeren Funkenbildung und Geräuschentwichlung während des Brennvorganges. Wer das Knacken und Knistern im Ofen liebt, sollte Nadelholz verbrennen. Nadelholz verbrennt aufgrund seiner geringeren Dichte schneller und ungleichmäßiger.

Für Heizzwecke ist meist eine langsamere, dafür nachhaltigere Wärmeentwicklung erwünscht. Letztlich entscheidet der eingesetzte Anwendungszweck (Ofen) darüber, welche Holzarten sich besser eignen. In modernen Holzvergaserkesseln oder Kachelöfen, die zur reinen Wärmegewinnung dienen, können durch die hochtemperaturige Verbrennung alle Brennholzarten ohne Einschränkung optimal genutzt werden.

Für Heizzwecke im offenen Kamin oder Kaminofen eignen sich insbesondere alle Laubhölzer sehr gut als Energieträger.

 

  • Fichte ( Nadelholz ) ist ein relativ schnell an- und abbrennendes Holz. Es eignet sich hervorragend zum Anbrennen. Häufig wird es auch in Grundöfen /Vergaserkesseln verwendet. Für den offenen Kamin eignet es sich aufgrund der Harzblasen nicht, es „spritzt“ Glut.

  • Kiefer / Lärche ( Nadelholz ) ist – bei ähnlichen Brennverhalten – von weitaus besserer Qualität. Außerdem riecht Kiefer beim Verbrennen gut, und kann in geschlossenen Kachelöfen und Kaminöfen verbrannt werden.
  • Birke ( Laubholz ) wird gerne für offene Kamine verwendet, da es im trockenen Zustand kaum Funkenflug verursacht und neben seinem schönen Flammenbild (hell, leicht bläulich) auch gut riecht. Birkenholz brennt ebenfalls relativ zügig ab.
  • Buche ( Laubholz ) gilt als das klassische Kaminholz, da es ein schönes Flammenbild und gute Glutentwicklung bei gleichzeitig nahezu keinen Funken(spritzern) zeigt, zudem hat es einen sehr hohen Brennwert. Der Brennwert/Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Hölzern verwendet. Der Geruch von brennendem Buchenholz ist allgemein geschätzt, deshalb wird zum Räuchern von Lebensmitteln auch hauptsächlich Buchenholz verwendet. Buchenholz ist universal einsetzbar und liegt daher im oberen Preisbereich.
  • Eiche ( Laubholz ) ist einsetzbar in allen Öfen (Kachelöfen, Kaminöfen ), die tatsächlich der Wärmegewinnung dienen. Für offene Kamine wird es nicht bevorzugt, da es zwar gut Glut, aber kein so schönes Flammenbild entwickelt. Der Brennwert ist vergleichbar mit Buche, und die Brenndauer ist unübertroffen. Eichenholz enthält Gerbsäure, die bei unsachgemäßem Abbrand (zu geringe Luftzufuhr) Abgasrohre angreift (Versottung). Es ist daher für Öfen gut geeignet, jedoch nicht für offene Kamine. 
  • Esche ( Laubholz ) hat einen ähnlich hohen Brennwert/Heizwert wie Buche oder Eiche. Es entwickelt das schönste Flammenbild. Es ist ideal für offene Kamine, da es ebenfalls kaum Funken spritzt.  
  • Pappel ( Laubholz ) hat zu Unrecht, wie ich meine, einen schlechten Ruf. Denn gerade zum Heizen während der Übergangszeit oder zum Anbrennen ist es optimal geeignet. Es brennt schnell an, und bringt dadurch den Ofen schnell auf seine Betriebstemperatur. Dannach kann mit anderen Holzarten weitergeheizt werden. Das Preis-/ Leistungsverhältnis ist unschlagbar, und es lohnt sich einmal öfter nachzulegen.
  • Erle ( Laubholz ) eignet sich zum Verbrennen in nahezu allen Öfen. Außerdem zeigt sich ein schönes Flammenbild.
  • Robinie / Akazie ( Laubholz ) ist ein sehr robustes und schweres Holz. Der Brennwert/Heizwert ist mindestens so hoch wie bei Buchen - oder Eichenholz. 

Eine Brennwerttabelle finden sie unter den Button Gewichte-Brennwerte-Umrechnungen.

1 Ster/Raummeter luftgetrocknetes Buchenbrennholz hat denselben Heizwert wie 210 ltr. Heizöl oder 385 kg Braunkohlenbriketts. 


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